Spanien verkauft Militärflugzeuge an Ägypten

Foto: Airbus-Military

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Spanien will trotz Embargo an dem Verkauf von drei Militärtransportern an Ägypten festhalten. Laut Ansicht des Außenministeriums dienen diese Flugzeuge nicht dem Niederschlagen von Protesten.

Wie die spanischen Tageszeitung El País meldet, will die Regierung in Madrid trotz des von der EU aufgestellten Waffenembargos am Verkauf von Militärflugzeugen nach Ägypten festhalten. Dabei macht sich Spanien den Umstand zunutze, dass das partielle Waffenembargo gegenüber dem nordafrikanischen Land lediglich Empfehlungen beinhaltet deren Interpretation den Mitgliedsstaaten vorbehalten ist.

Im konkreten Fall geht es dabei um den Verkauf dreier Transportflugzeuge des Typs C-295, hergestellt durch Airbus Military in Sevilla. Der Auftrag war bereits vor den von der EU verkündeten Handelsbeschränkungen beschlossen worden.

Das Außenministerium begründet den Verkauf damit, dass Transportflugzeuge nicht unmittelbar zum Niederschlagen der Proteste dienen. Des Weiteren seien von den Beschränkungen der EU Flugzeuge, elektronische Bauteile oder Materialien, die auch zu nicht kriegerischen Zwecken genutzt werden können, ohnehin ausgenommen.

Das spanische Außenministerium betont in seiner Argumentation den eher zivilen Aspekt des C-295. Auf der Website des Herstellers hingegen wird das Flugzeug für seine besondere Fähigkeit im taktischen Truppentransport gelobt. Aufgrund seiner integrierten Überwachungstechnologie kann es aber auch im Kampf gegen Migration oder im Anti-Terrorkampf eingesetzt werden.